Zigeuner

Ebenfalls im Jahr 1977 bekamen die Schloßhexen Zuwachs durch die „Zigeuner“. Da unter die Hexenmaske keine weiblichen Personen dürfen – ein bis heute ungeschriebenes Gesetz – machten sich die Frauen und Freundinnen der Hexen Gedanken über eine eigene Gruppe, mit der sie selbst aktiv an der Fasnet teilnehmen konnten. In Erinnerung an die in früheren Zeiten in und um Hirrlingen logierenden Zigeuner wurde eine Zigeunergruppe gegründet. Schnell wurde das passende, originelle Kostüm gefunden. Mit ihrem fahrenden Mostkessel ausgestattet, sind unsere Mädchen und Frauen im Verein nicht mehr wegzudenken.

Bild: Zigeuner beim Umzug 1977

Tanzgarde

Über die Jahre konnten die Originalen einen großen Zulauf an aktiven und passiven Mitgliedern verzeichnen. Auf vielfache Anfrage der jüngeren Vereinsdamen rief die Vorstandschaft 1981 die „Tanzgarde“ ins Leben. Auf allgemeinen Wunsch wurde die Tanzgruppe im Jahr 1988 neu eingekleidet. Bis heute bereichern die „Blau-Weißen“ jede Fasnet mit ihren gelungenen Auftritten.

Vor dem Bau der Eichenberghalle wurden verschiedene Fasnetsbälle im Kronensaal abgehalten. Die erste große Veranstaltung feierten die Originalen im Januar 1983 mit einem Freundschaftstreffen. Etwa 1800 Maskenträger und Musikanten begeisterten die 6000 Besucher. Selten zuvor sah Hirrlingen einen solch großen Umzug. Am Abend spielte die neu gegründete „Columbia Dance Band“ zum Tanz in der Halle.

Bild: Erste Tanzgarde im alten Häs, Fasnetsdienstag 1984

Schuppenbau

Als nächste „Großaktion“ stand im Jahr 1985 der Schuppenbau an, welcher gemeinsam mit dem Musikverein Hirrlingen realisiert wurde. Die Gemeinde stellte den Platz im äußeren Gewerbegebiet zur Verfügung. Eine entsprechende Halle stand in Kirchen-Hausen bei Geislingen zum Verkauf. Im März 1985 wurde die Halle von beiden Vereinen abgebrochen und nach Hirrlingen transportiert. Nach vielen unentgeltlichen Arbeitsstunden feierten die Vereinsmitglieder im Sommer 1985 Richtfest.